Badetzer Wiesen | Trockengelegtes Niedermoor im Altkreis Zerbst

Ein ehemaliges Niedermoor mit immernoch richtig viel schwarzem Torf im Boden, das sind die Badetzer Wiesen.

Ich weiß nicht, wann das Moor trocken gelegt wurde, ich denke es war im 19. Jahrhundert. Tiefe Gräben entwässern den Boden, der sich sonst schnell wieder in ein Moor verwandeln würde. Und das wäre gut so! Denn diese Lebensräume sind sehr rar und entsprechend wenige Tier- und Pflanzenarten, die auf diesen speziellen Lebensraum angewiesen sind, können in einer entwässerten Landschaft überleben.

Trotzdem kann man einige, darunter auch selten gewordene Vögel, sehen und hören, wie z.B. den Wiesenpieper. Vor 40 Jahren noch ein Allerweltsvogel und auf jeder Wiese zu finden, ist er heute nahezu verschwunden. Ich habe lange suchen müssen, um den markanten Gesang wieder hören zu dürfen.

Lange Pappelreihen und dichte Hecken säumen wassergefüllte Gräben. Dazwischen Grünland auf schwarzem, trockenen Torf. Ich kann mich erinnern, dass in den 1970er Jahren dieser trockene Torf brannte und das nur schwelende Feuer nicht zu löschen war. Der Brand schwelte im Boden vor sich hin und produzierte wabernde Rauschschwaden, die sich durch die Wiesen zogen.

Die Tonaufnahmen stammen von der Webseite http://www.xeno-canto.org und die Fotos von der Webseite des NABU und vom Naturfotografen-Forum. Die Fotos der Badetzer Wiesen sind von mir.

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