Bienenfresser in der Steckbyer Aue auf Insektenfang

Der Bienenfresser ist einer der schönsten Vögel, die man in unserer Gegend beobachten kann. Oft erkennt man sie bereits an ihren typischen Flugrufen, bevor sie sich zeigen.
Seit einigen Tagen sind Schwärme mit bis zu 50 Tieren in der Steckbyer Elbaue zu Besuch. Dieser Vogel gehört zu den Rackenvögeln, wie auch der Eisvogel, der Wiedehopf und die Blauracke.

Fotos: Pixabay

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NABU Artenschutzprojekt

Die Flugrufe des Bienenfressers

Sie jagen über den trockenen Wiesen nach Insekten, wie Bienen, Hummeln, Wespen, Hornissen und auch anderen Insekten. Gelegentlich fliegen sie sogar Bienenstöcke an zum Leidwesen der Imker.

Insekten mit Stachel und Gift (Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen) fangen die Bienenfresser aus der Luft und fliegen mit ihrer Beute auf eine Sitzwarte. Dort wird das Insekt mit starken Hieben getötet und durchgeknetet. Dabei entleert sich die Giftdrüse des Stachels. Nun ist die Mahlzeit genießbar und wird verspeist.

Der Bienenfresser ist ein Koloniebrüter, der in Afrika überwintert. Das Brutgebiet reicht von Südwest- und Vorderasien, Nordwestafrika sowie Süd- und Südosteuropa nordwärts bis Südostpolen. In Deutschland brütet der Bienenfresser wieder seit Anfang der 1990er Jahre. Zuvor galt er bei uns als ausgestorben. Aktuell gibt es Brutkolonien im südlichen Sachsen-Anhalt im Raum Merseburg und auch im Salzlandkreis. Sachsen-Anhalt beherbergt etwa 50% des deutschen Brutbestandes. Auf unserer Elbseite konnten bisher noch keine Bruten festgestellt werden. Allerdings halten sich im Sommer und Frühherbst größere Schwärme bei uns auf, bis sie die Reise ins Winterquartier antreten.

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Merops apiaster
Familie: Bienenfresser (Meropidae)
Brut: 1 Jahresbrut
Brutplatz: Boden, Steilhänge, Böschungen
Nest: Brutröhre in der Erde
Brutzeit: Mai bis Juli
Brutdauer: 20 bis 22 Tage
Anzahl der Eier: 3-6 Eier
Nestlingsdauer: 28 Tage
Nahrung: Insekten, z.B. Bienen, Wespen, Libellen, Schmetterlinge, Käfer u. Zikaden
Winterquartier: Afrika
Lebensraum: Trockene offene und halboffene Landschaften

Der Klimawandel begünstigt die Brutbedingungen des Bienenfressers.
Warme und trockene Sommer sind für ihn die Voraussetzung für eine erfolgreiche Brut. In diesem Jahr sind alle Bedingungen für diese Vögel optimal: Lange Trockenperioden, hohe Sommertemperaturen mit Spitzen bis an die 40°C (Bernburg im Salzlandkreis).

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