Das „Sprengloch“ bei den Schöneberger Wiesen

Am Rand des Totalreservats, dicht bei den Schöneberger Wiesen liegt das „Sprengloch“.

Es ist wirklich ein richtiges Loch, was in den Boden gesprengt wurde und sich mit Wasser gefüllt hat. Nach dem Krieg hat man an dieser Stelle Fundmunition gesammelt und gesprengt. Ein tiefer Krater ist entstanden, der heute vielen Lebewesen Lebensraum geworden ist. Bedeutsam ist ein inzwischen selten gewordenes Vorkommen der Europäischen Sumpfschildkröte.

In den 1960er Jahren evakuierte mein Vater, Reinhard Keller, Sumpfschildkröten aus dem Dorfteich in Schora. Gemeinsam mit Dr. Max Dornbusch, Leiter der Vogelschutzwarte in Steckby, beschlossen sie, die Tiere im „Sprengloch“ auszusetzen. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte, denn die Schildkröten haben sich fortgepflanzt und leben heute noch dort.

Als ich das Video gestern drehte, war es einfach zu kalt, um vielleicht eine Schildkröte sehen zu können. Aber wenn die Sonne scheint, sitzen sie auf Ästen und Baumstämmen, die ins Wasser ragen, um sich zu sonnen.

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