Großtrappen im Fiener Bruch | Eine Erfolgsgeschichte

Die Großtrappe kann man als Relikt aus vergangenen Zeiten bezeichnen. 1996 war der restliche Bestand auf 60 Tiere zusammengeschrumpft, und diese Tiere gab es nur noch in Teilen Brandenburgs. In der alten Bundesrepublik gab es schon sehr lange keine Bestände mehr. Doch durch engagierte Schutzmaßnahmen konnte der Bestand auch im Fiener Bruch wieder zunehmen.

Ein Ausflug in den Fiener Bruch ist für interessierte Naturfreunde sehr zu empfehlen. Es gibt dort auch eine Ausichtsplattform von der aus man die Trappen beobachten kann. Ganz nebenbei kann man auch den Großen Brachvogel bestaunen, der dort ein bedeutendes Reproduktionsgebiet hat.

Eine sehr schöne und äußerst informative Webseite betreibt der Förderverein Großtrappenschutz: http://info.grosstrappe.de/

Die Vogelschutzwarte in Steckby unter der damaligen Leitung von Dr. Max Dornbusch hat über viele Jahre Großtrappenschutz betrieben, in dem aufgefundene Gelege künstlich erbrütet wurden. In einer Aufzuchtstation am Mühlberg wurden die Jungvögel sehr mühselig aufgezogen.

Aber alle Mühe und das große Engagement nützten letztendlich nichts. Die Trappen verschwanden aus unserer Landschaft, obwohl das Zerbster Ackerland ein angestammtes Trappengebiet ist und immer noch als Trappenschongebiet ausgewiesen ist.

Laut Stefan Fischer (Leiter der Vogelschutzwarte Steckby) kommt es aber immer wieder vor, dass Tiere aus dem Brandenburgischen einfliegen und sich kurzzeitig hier aufhalten. Also Augen auf, man kann immer mit einer Großtrappe rechnen. Die Vögel zählen mit bis zu 16 kg Körpergewicht und einer Flügelspannweite bis 2,40 m zu den schwersten flugfähigen Vögeln auf unserer Erde.

Diese Fotos wurden aus großer Entfernung mit dem Smartphone durch ein Spektiv mit 42-facher Vergrößerung (Asiola) am Ostermontag im Fiener Bruch bei Tucheim geschossen. 59 Tiere waren im Trupp unterwegs, die Hähne heftig balzend.

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