Heidelerchen in der Steckbyer Heide

Heidelerche (Lullula arborea)

Die Heidelerche (Lullula arborea) ist eigentlich kein seltener Brutvogel in unserer Gegend, aber trotzdem muss man sie suchen, weil auch ihr Lebensraum immer knapper wird. Am besten hört man sie im März hoch am Himmel singen. Oft kann man sie gar nicht sehen, so hoch steigen sie auf, um am besten von den Artgenossen in der Gegend gehört zu werden.

Ihr Nest bauen sie am Boden, versteckt zwischen spärlicher Vegetation. Die Heidelerchen bevorzugen für die Brut Brachflächen, Kahlschläge oder Trockenrasen am liebsten in der Nähe von Waldrändern. In unseren trockenen Kiefernheiden kann man sie noch antreffen.

Die Fotos zeigen ein Nest in der Steckbyer Heide, was von Ingolf Todte von der Vogelschutzwarte in Steckby einige Tage zuvor gefunden wurde. Ein Nest der Heidelerche wird man in der Regel nicht finden, weil sie sehr gut versteckt sind, wie man auf den Fotos sehen kann. Und das ist auch gut so! Ein alter Spruch der Ornithologen sagt "ein gefundenes Nest ist ein verlorenes Nest", weil der Geruch des Menschen von Raubsäugern wahrgenommen wird und sie direkt zum Nest leitet.
Allerdings haben die Beringer der Vogelschutzwarte so einige Tricks auf Lager, ihre Geruchsspuren gut zu verwischen. So auch hier geschehen, nachdem ich vorsichtig die Jungvögel aus dem Nest genommen habe und sie in meiner hohlen Hand solange wärmte, bis Ingolf sie alle beringt hat. Schnell wurden sie zurück gesetzt. Eine Beringung von Nestlingen muss sehr schnell gehen, weil sie sonst unterkühlen. Nachdem wir unsere Spuren verwischt und uns entfernt hatten, kamen auch schnell die Altvögel zurück.

Fotos: Matthias Keller
Beitragsfoto: von Ján Svetlík - FlickrCC BY-SA 2.0Link

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