Neues vom Biber am Rohrwiesengraben bei Steckby

Der Biber hat sich offensichtlich mit den Behörden und den Bauern arrangiert. Oder doch eher umgekehrt? Zumindest hat der Biberdamm nun zwei Drainageröhren, die verhindern sollen, dass der Wasserspiegel zu hoch steigt und den angrenzenden Acker durchweicht.

Vorort-Termine wurden von der Unteren Naturschutzbehörde angesetzt . Der Bauer, der das angrenzende Feld bewirtschaftet, hatte sich massiv beschwert. Warum? Der Biber war zurück, nachdem er vorübergehend vertrieben wurde und sich weiter grabenaufwärts angesiedelt hatte. Das heißt, ein zweiter Biber kam zurück, nachdem der erste geflohen war. Denn es gibt nun zwei Biberburgen.

Aber zurück zum Bauern, dem der Acker unter den Füßen weg zuschwimmen drohte: Der zurückgekehrte Biber baute natürlich einen neuen Damm, und der war ziemlich hoch. Der Graben prall gefüllt, drückte das Wasser in den Acker. Da musste etwas getan werden und Abhilfe wurde mit der Drainage geschaffen. Geht doch.

Aber neues Ungemach droht! Sonntagsspaziergänger beschweren sich, dass der Biber Bäume fällt. Mehrere Bäume. Und „Wie das aussieht!“ – Nein, die Spaziergänger kommen nicht aus Zerbst, Dessau oder Berlin. Ja, sie sind gebürtige Steckbyer und mit dem Biberschutz groß geworden und sie wissen natürlich auch, dass der Wald, in den sie ganze 50 Meter hinein gelaufen sind, KEIN Park ist.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Ablehnung dem Biber hier im Ort entgegengebracht wird, in einem Dorf, das durch den Biber eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Sogar Arbeitsplätze hat er geschaffen und ein Kräuterlikör wurde ihm gewidmet: „Bibergeil„. Auf all möglichen Schildern, in Broschüren usw. wird der Biber vermarktet. Für viele Touristen ist er eine Attraktion und ein Erlebnis. Nur nicht für Steckbyer.

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