Zauberwald im Reservat | steckbynatur

Zauberwald im Reservat

Gestern war ich nach Feierabend wieder unterwegs, um Kranichbrutpaare auf zuspüren. In diesem Jahr werden bundesweit alle Kranichbrutplätze erfasst und digitalisiert. Dazu sucht man potentielle Brutplätze auf und schaut nach, ob Kraniche da sind und wenn sie da sind, was sie so tun, ob sie brüten und wieviele Junge sie vielleicht groß ziehen. Weiterlesen ….

Aber weshalb ich jetzt schreibe: Es war fazinierend! Durch die Kranichsuche komme ich in so manche Ecken unserer Umgebung, die ich sonst nicht aufsuche. Und gestern war ich wieder an so einem Ort am Rand des Totalreservats. – Das hört sich an, als wäre dieser Ort irgendwo weit weg. Nein, diese Orte befinden sich in unserer näheren Umgebung, sozusagen gleich um die Ecke.

Der Wald ist sich selbst überlassen, die Natur atmet durch. Und dieser „Atem“ ist gewaltig und verzaubert den Wald. Ihr könnt es auf den Fotos ein wenig erahnen. Der Anblick sich selbst überlassener Natur ist unser Auge nicht gewöhnt und deshalb ist es jedesmal ein Erlebnis.

Vielleicht werdet ihr denken: Das sind doch lauter mausetote Bäume, kein lebendiger Wald. – Dem ist nicht so. Hunderte Arten leben gerade in diesen alten, teils toten Bäumen. Allein die Bruthöhlen für Spechte, Wendehals, Stare, verschiedene Meisenarten, Hohltauben und vielleicht Eulen sind äußerst wertvoll. In bewirtschafteten Wäldern, und dazu zählen auch Wälder in Naturschutzgebieten, werden diese Bäume abgeholzt.

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